Hans Dieter Schröder

Seine dunkelbraunen Augen leuchteten, wenn er erzählte. Kleine Geschichten aus dem Alltag, große Geschichten von Reiseerlebnissen, Geschichten über Menschen, die er mochte. Und häufig waren diese Geschichten amüsanter, als das eigentliche Erlebnis.

Er war ein Typ. Lebte autark und genoss seine Freiheit. Und brauchte doch Freunde und Familie ganz dringend für das eigene Wohlbefinden.

Wer seine Zuneigung gewonnen hatte, dem war er mit großer Treue und mit verlässlicher Hilfsbereitschaft verbunden.

Er reiste zum Nordkap, durchquerte die Sahara, durchstreifte Island und lebte teilweise monatelang am Yukon, wo sich das Leben noch wie in einem Western aus fernen Zeiten anhörte. Legendär war seine Outdoor-Weste, wo er in der linken Tasche das Zertifikat für seinen abgesteckten Claim in Kanada aufbewahrte und in der rechten Tasche das kleine Döschen mit den beiden kleinen, selbst geschürften Goldnuggets. Vermutlich von keinem großen materiellen Wert, aber immer wieder eindrucksvoll anzuschauen für Menschen, die ihren Alltag mit vergleichsweise eintöniger Büroarbeit verbringen.
Er liebte Tiere und die Natur. Und Maschinen – hier besonders die von Nutzfahrzeugen. Er wäre ein geeigneter Kandidat für „WETTEN DASS“ gewesen, denn er kannte alle LKW Typen am Motorengeräusch. Während andere von einem flotten Sportwagen träumten, so erfüllte er sich seinen Lebenstraum mit einem eigenen Unimog.

Er war von klein auf ein „Bastler“. Bereits im Grundschulalter war er ein anerkannter Mechaniker für die Rasenmäher in der Nachbarschaft und in seiner frühen Jugend baute er nach eigenen Entwürfen ein zweigeschossiges Holzhäuschen in den heimischen Garten.


Er konnte nicht nur wunderbar erzählen, sondern war ein ebenso guter Zuhörer und gab dabei seinem Gegenüber immer das Gefühl, stets voll und ganz nur bei ihm zu sein. Breit gestreut waren seine Interessen und so fand er mit vielen ein Gesprächsthema. Er hatte eine warmherzige, intuitive Verbindung zu Kindern, die sich zu ihm hingezogen fühlten, obwohl er gar nichts Besonderes mit ihnen anzustellen schien. Weil er Ruhe und Stärke ausstrahlte, fühlten sie sich offensichtlich bei ihm geborgen. In einem privaten Kindergarten arbeitete er im Vorstand, obwohl er keine eigenen Kinder hatte und engagierte sich als Pate für solche, die vaterlos aufwuchsen.

Stifter & Vorstand

Das private soziale Engagement von Hans Dieter sollte auf Wunsch seiner Familie nach seinem viel zu frühen Tod mit 43 Jahren durch die Gründung einer Stiftung fortgeführt werden. Im Zentrum der Stiftungsaktivitäten sollte dabei die Kinder- und Jugendhilfe stehen.

Die Stiftung wurde am 27.09.2011 als Treuhandstiftung der Haspa Hamburg Stiftung gegründet.

Stifter sind Hans Dieters Eltern, Burgi und Ulrich Schröder († März 2018 und April 2021).

Der Vorstand setzt sich zusammen aus den Geschwistern von Hans Dieter, Christina und Volkhard Schröder, und den beiden Cousins Axel und Jörn Haupt, die in enger Verbundenheit mit ihm aufwuchsen.

Marcus Buschka betreut die Hans Dieter Schröder Stiftung als Ansprechpartner der Haspa Hamburg Stiftung.

Es ist uns ein Anliegen, die Stiftungsarbeit in Hans Dieters Sinne zu gestalten und uns damit an ihn zu erinnern.



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