Kindernöte e.V.

Es ist Donnerstagnachmittag. Straßen-Kinder-Gruppen Tag. Die Sonne strahlt, raus aus der kleinen Wohnung im 10. Stock, hinunter auf die Straße. Freunde treffen am Spielplatz, auf der Straße vor den Hochhäusern, oder am Eingang zum Park. Seil springen, Ball spielen, „Himmel & Hölle“ - einfach die guten Dinge tun, an denen schon Generationen von Kindern Spaß hatten. Dort aber auch mit einem Mann und einer Frau zwei erwachsene Ansprechpartner wissen, die hier mit Bollerwagen, Springseil, Kreide und Ball bei Wind und Wetter verlässlich jede Woche zur gleichen Zeit warten. Denen Sorgen und Nöte anvertraut werden können - und die Probleme zu Hause hoffentlich schon in einem frühen Stadium erkennen und mithelfen, diese zu lösen. Sich einfach nicht alleine fühlen auf der Welt. Die Perspektive des anderen sehen und fremde Kulturen respektieren lernen gehört auch dazu. Und vor allem auch eigene Zuverlässigkeit üben, denn nur wer fünfmal hintereinander regelmäßig zu diesen sehr niederschwellig angebotenen Gruppentreffen erscheint, bekommt den Gruppenausweis „seiner“ Gruppe, die von den Kindern selber mit einem phantasievollen Namen benannt wurde und die häufig zur zweiten Familie wird.

Kindern eine Chance geben, die auch hier viele Meter vor der Startlinie in ihren persönlichen „Lebenslauf“ starten müssen. Das zeichnet die Arbeit von Kindernöte e.V. in Köln-Chorweiler aus. Einem Stadtteil mit großem Armutsanteil seiner Bevölkerung, von denen die Hälfte einen Migrationshintergrund hat.

Die Hans Dieter Schröder Stiftung hat 2015 und 2016 eine der acht Straßen-Kindergruppen unterstützt. Wir konnten uns dabei mit eigenen Augen davon überzeugen, wieviel Spaß die Kinder bei den Gruppenzusammenkünften haben und wie wertvoll die Arbeit von Kindernöte e.V. in diesem besonderen Stadtteil ist. 

https://kindernoete.de

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